Ghazaleh Madani: Vom Mut groß zu träumen

Shownotes

Die 30-jährige Molekularbiologin Ghazaleh Madani revolutioniert von Potsdam aus die Krebsforschung. Ihr preisgekröntes Start-up CanChip testet Therapien mithilfe innovativer Organ-Chips präziser und ganz ohne Tierversuche an menschlichen Zellen. Ghazaleh Madani ist im Iran geboren und aufgewachsen. 2020 kam sie zum Studieren nach Potsdam. Was ihr Freiheit bedeutet und warum sie die Krebsforschung vorantreibt, erzählt sie in dieser Folge von „Vielfalt in Brandenburg“.

Es ist das Porträt einer entschlossenen Gründerin, die mit Ausdauer und Innovationsgeist beweist, wie aus einer großen Vision echte Veränderung entsteht.

Ghazaleh Madani floh aus dem Iran nach Deutschland, um in Freiheit zu leben. Heute revolutioniert die 30-jährige Molekularbiologin in Potsdam mit ihrem prämierten Start-up CanChip die Krebsforschung: Mithilfe künstlicher Organ-Chips testet ihr Team Therapien direkt an menschlichen Zellen – präziser, schneller und völlig ohne Tierversuche. Doch während ihr Unternehmen abhebt, blickt die Gründerin voller Sorge in ihre Heimat, wo die jüngsten Massenproteste brutal niedergeschlagen wurden. Ein inspirierendes Podcast-Porträt über eine mutige Frau, die persönliche Schicksalsschläge in visionäre Lebensenergie verwandelt.

Foto: Steven Ritzer. All Rights Reserved.

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00:00:00: Freiheit zu haben.

00:00:01: Das schätzt man nicht, wenn man in einem freien Land wohnt wie wichtig das ist und wie schnell es weg sein kann.

00:00:09: Und das ist was ich so wertvoll schätze da ich für eine Diktatorinland

00:00:14: komme.

00:00:15: Gazaleh Madani ist schon früh klar dass sie auswandern wird.

00:00:18: Sie ist im Iran geboren und aufgewachsen.

00:00:21: In dem repressiven Regime der islamischen Republik sieht sie keine Zukunft für sich.

00:00:26: Also, ich liebe meine Heimat auf jeden Fall und ich habe Familie und Freunde da.

00:00:31: Das war nicht so eine einfache Entscheidung aber wenn wir über Freiheit reden Frauenrechte das war für mich schon klar dass sich da nicht weiter leben kann.

00:00:41: Ich hatte Träume.

00:00:42: Ich wusste immer, dass ich meine eigene Unternehmen irgendwann haben will!

00:00:47: Das war immer für mich irgendwie selbstverständlich.

00:00:50: Und...das war ja auch meine Träime die ich ja auch was gegen Krebs machen

00:00:54: kann.

00:00:55: In Potsdam hat sie vor zwei Jahren ihr Start-up Canship gegründet, das Ziel die Krebsforschung zu revolutionieren.

00:01:02: Und bislang läuft es richtig gut – Newcomerin des Jahres beim German Start Up Award Sonderpreis der Brandenburger Innovationspreise

00:01:11: KFW

00:01:12: Award Gründen Female Start Apparativo Für die Zeitschrift Kapital gehört sie im Jahr für den Top-Fürzig-Talent unter vierzehn, die unser Land voranbringen.

00:01:23: Ich bin Vanessa Löwel, Journalistin und für diesen Podcast treffe ich Brandenburgerinnen und Brandenberger die einen Unterschied machen.

00:01:30: Die etwas bewegen in unserer Gesellschaft.

00:01:32: Von Ghazalim Adani habe ich einiges über innovative Krebsforschung gelernt aber vor allem inspiriert mich ihr Durchhaltevermögen und ihr Mut!

00:01:48: Vielfalt in Brandenburg – Ein Podcast der Heinrich Böllstiftung Brandenberg.

00:01:53: Es sind die Luftballons in Regenbogenfarben, die mir sofort auffallen.

00:01:57: Denn sie passen hier irgendwie nicht ins Bild!

00:01:59: Ich besuche Gasalema Dhani im Science Park – in Potsdam-Golm.

00:02:04: Das Frauenhofer Institut ist hier das Max-Planck-Institut Die Universität Potsdamm und das Innovationszentrum Ein weißes Gebäude mit Büro- und Laborräumen für Startups im High Tech Bereich.

00:02:18: Hier ist alles neu, modern.

00:02:19: Weiß, frisches Grün – ein wenig klinisch ist die Atmosphäre.

00:02:24: Canship sitzt im zweiten Stock.

00:02:26: Auch im Büro von Gasalimadani ist alles funktional.

00:02:29: Weiße Wände, Schreibtisch, Besprechungsecke Und dann schweben da diese zwei großen bunten Luftballons Eine drei und eine null.

00:02:39: Ich bin im März dreißig geworden und hatte auch der andere Unternehmen, New Era Maps die wir auch ganz eng zusammenarbeiten haben.

00:02:47: Die mich netterweise überreicht und das kommt von

00:02:51: da.".

00:02:52: Viel Zeit um sich Gedanken über Inneneinrichtung zu machen oder übers Dreißig werden hat Ghazalema Dani nicht – sie braucht ihren Kopf woanders bei der Krebsforschung und ihrem Startup.

00:03:02: Also ich kann das ja nicht anders formulieren als Alle Zeit, die ich in diesen zwei Jahren hatte war für kein Chip.

00:03:10: Das mache ich sehr gerne also das macht ihr auch voll Spaß.

00:03:14: aber das waren auch einige harte Momente die ich damit umgehen musste aber auch auf jeden Fall so viele schöne Momente mit Preise.

00:03:22: erst der Kunden erster Projekte.

00:03:24: das war auf jeden fall eine Mischung von alle Gefühle die man haben kann.

00:03:29: Das letzte Jahr lief einfach großartig.

00:03:32: Oh,

00:03:32: das war wundervoll!

00:03:33: Also das war wirklich voll mit Preise, voll mit Interviews und Magazinen.

00:03:38: Das war die Aufmerksamkeit, die glaube ich jeder Start-up sich wünschte.

00:03:43: Ihr

00:03:43: Team besteht aus drei Kollegen und Kolleginnen aus der Molekularbiologie und zwei BWLern als Business Developer.

00:03:51: Um ihre schwierige Arbeit voranzubringen, hat sie sich viel Erfahrung und Expertise ins Team geholt.

00:03:57: Genau, Biologin Biochemie also.

00:03:59: Omed hat ja auch zwei Doktoranarbeit gemacht in Tissue Engineering Mikroflöideke Systeme und er ist seit von von zwanzig Jahre bei Onkologie unterwegs.

00:04:09: deswegen das hat uns ganz gut gepasst.

00:04:12: dass wir im Onkologique Bereich aktiv sind muss ja auch sein.

00:04:15: Sonst braucht man so sehr lange Zeit für Forschung und Entwicklung, aber da Omed und ich und auch Gina schon die Erfahrung hatten haben wir nicht so lange

00:04:25: gebracht.".

00:04:25: Ghazalima Dani selbst ist Molekularbiologin und Biochemikerin – und hat sich schon während ihres Studiums auf Krebsforschung fokussiert.

00:04:36: Wir schlüpfen in weiße Plastikschuhe und schlappen damit in die Laborräume.

00:04:40: So, hier sind wir im ersten Raum.

00:04:43: Das ist ja unser Analysebereich.

00:04:45: das bedeutet was wir mit Tumorzellen machen.

00:04:48: Analysieren wir am Ende.

00:04:50: hier haben verschiedene Geräte Gene Expression Flozotameter Elyzerida Life Cell Imager.

00:04:58: es ist alle diese Laborgeräte.

00:04:59: Bei

00:04:59: Canship geht es darum Krebsmedikamente auf ihre Wirksamkeit zu testen ohne Tierversuche.

00:05:06: Dafür arbeiten sie mit der TUMOR eine Chip-Technologie.

00:05:10: In keinem Chip bilden wir dreide Tumor an Chipmodelle, was ist das?

00:05:15: Wir bilden die menschische Organs miniaturisch nach und biologisch – das ist kein K.E.-Platform!

00:05:21: Das ist rein biologlich im Labor mit Bezellen.

00:05:24: Ghazalema Dhani zieht sich große Handschuhe über.

00:05:27: Er sinfiziert Sie und öffnet einen Inkubator.

00:05:30: Sie holt einen Chip heraus, etwa so groß wie eine Briefmarke.

00:05:34: Vom Aussehen erinnert er etwas an eine Festplatte aber aus einem durchsichtigen Material.

00:05:40: Das ist ein biokompatibles Material die man sozusagen auch für innere Organe benutzen kann.

00:05:46: deswegen die Zellen bleiben ja auch ganz gesund und happy

00:05:50: darin.

00:05:50: Der Chip ist eine Tumor Mikro Umgebung Also eine Miniatur-Nachbildung eines Organs mit einem Tumor.

00:05:58: Um daran zu testen, wie die Tumoorzellen auf Therapien oder Medikamente, wie zum Beispiel Chemotherapie reagieren?

00:06:04: Zum

00:06:05: Beispiel reden wir über Darmkrebs.

00:06:07: Wir bilden die Darmen des Menschen, die Tommorzellen, Endothelialzellen Immunzellen Epithelial Zellen – was auch immer man in Darmumgebung hat.

00:06:18: Bringen wir alles zusammen und packen das auf eine biologische Chip!

00:06:23: Und dann testen wir die Medikamente, die Biotek- und Pharmaunternehmen entwickeln.

00:06:28: Gasalema Dani zeigt auf Minischläuche, die in den Chip führen.

00:06:32: Warum machen wir das?

00:06:33: Weil bis jetzt war ja immer diese Tierversuche.

00:06:37: Die Medikamenter wurden immer an Tierversuchen getestet.

00:06:40: Und sießundneunzig Prozent der Medikamente, bei denen der Tier funktioniert hat – beim Menschen funktioniert das nicht!

00:06:48: dass sie so viel Zeit, das ist so viel Geld und so viele Tiere die wir für nichts anwenden.

00:06:53: Aber wenn man mit diesen Modellen arbeitet – das ist drei D., das ist menschlich und das ist dynamisch wie menschliche Körper!

00:07:01: Die Ergebnisse sind effizienter, sind genauer weil wir keine Maustesten sondern ein menschlicher Zelle.

00:07:08: Die Vision von Canship geht aber über die Einsparung von Tierversuchen hinaus.

00:07:14: Ihr großes Ziel in der Zukunft Personalisierte Krebstherapien ermöglichen.

00:07:20: Denn wer an Krebs erkrankt, bekommt zumeist ein oder mehrere Therapien die oft starke Nebenwirkungen haben aber ohne die Sicherheit dass diese Therapien überhaupt anschlagen.

00:07:33: denn nicht jede Therapie wirkt für jeden oder jede da wir alle eine andere genetische Veranlagung

00:07:38: haben.

00:07:39: Mit der Technologie, an der Gasalemadani arbeitet, könnten die individuellen Tumorzellen einer Krebspatientin oder eines Krebspatientens auf einen Chip gebracht werden um dann zu testen welche Therapie für die entsprechende Person die richtige ist.

00:07:53: Und das ist so viel Leid, wie wir reduzieren und so viel Kosten und Zeit.

00:07:59: Das ist auf jeden Fall unser größtes Ziel mit personalisierter Medizin.

00:08:04: Wir ziehen die Laborschuhe aus – und gehen nach draußen!

00:08:07: Setzen uns auf eine Bank in die Sonne.

00:08:09: Gazalema Dani hat selbst erlebt, wie belastend eine Krebstherapie sein kann.

00:08:14: Also ich hatte zwei Onkels an

00:08:17: Krebs

00:08:17: verloren und meine Mama hat ja auch mit Krebs gekämpft – sie ist jetzt gesund.

00:08:24: aber da war mir schon klar warum haben wir noch keine gute Technologie die wir besser mit Krems umgehen können oder die wir einfacher Krebs behandeln können?

00:08:34: Und das war ja schon mit mir.

00:08:36: seit dem Jahr im Jahr sind sie in die meine Mama Krebs hatte Und meine Studium hat ich auch mit Krebspatienten und Proben von Krebs-Patienten gearbeitet.

00:08:45: Und deswegen, für mich war ja die Vision, dass sich was dagegen tun soll.

00:08:49: Dass ich nie wieder sehen will wie eine Patient oder ein Person durch diese Therapien leidet.

00:08:55: Das war für mich am wichtigsten und deswegen...

00:09:12: Gaserlema Dani ist in Isfahan

00:09:14: geboren.

00:09:15: Hier studiert

00:09:16: sie Medical Science und arbeitet nach ihrem Studium im Labor einer Klinik.

00:09:21: Sie ist vierundzwanzig, als sie nach Deutschland auswandert um weiter zu

00:09:25: studieren.

00:09:26: Das war nicht so eine einfache Entscheidung aber wenn wir über Freiheit reden Frauenrechte Das war für mich schon klar, dass ich da nicht weiterleben kann.

00:09:36: Ich hatte Träume, dass sich erfolgreich werden kann.

00:09:39: Dass ich meine Eltern stolz machen kann und die Ziele, die ich in meinem Leben habe erreichen kann.

00:09:44: Bedeutet Studium, gute Arbeit, gute Familie hier bilden, wie zu Hause sich fühlen – das waren auch die Träumen, die wir hatten.

00:09:53: Auch Freiheit zu

00:09:55: haben!

00:09:56: Im Iran regiert seit deiner Zeit das Mullah-Regime.

00:10:00: Mit massiven Repressionen gegen die Bevölkerung und Gewalt hält es sich an der Macht.

00:10:05: Die Freiheit der Menschen ist extrem eingeschränkt, und das gilt in der patriarchalen Gesellschaft der islamischen Republik noch einmal mehr für die Frauen.

00:10:13: Ob sie arbeiten dürfen oder nicht entscheidet der Ehemann oder der Vater – auch ob sie reisen dürfen oder niet!

00:10:19: Sie sind von Schlüsselpositionen des Staates ausgeschlossen können keine Präsidenten oder Richteren werden.

00:10:24: Frauen wird nahegelegt, aus dem Beruf auszusteigen oder die Arbeitszeit zu reduzieren wenn sie schwanger sind.

00:10:30: Sie haben strenge Bekleidungsvorschriften zu achten um nur einige Beispiele zu nennen.

00:10:35: Also als Frau klar kann man arbeiten, kann man Auto fahren und wählen aber als eine Frau Richte zu haben dass man entscheidet.

00:10:45: jetzt bin ich der Geschäftsführerin.

00:10:48: Die hören nicht zu du bist eine Frau Du willst schwanger werden, dann verlierst du deinen Job.

00:10:54: Das ist ja keine Sicherheit wie hier dass man sagt okay das ist klar dass die Frauen, manche Frauen Kinder wollen Du hast einem Ja und dann ist alles in Ordnung.

00:11:03: Und auch, dass ich nicht entscheiden könnte was sich jetzt tragen will?

00:11:07: In Hochsommer.

00:11:08: warum soll ich eine Hijab haben wenn ich das ja nicht will?

00:11:10: also wenn jemand das will gerne aber Wenn ich das hier nicht will muss ich ja auch diese Freiheit haben zu entscheiden.

00:11:17: Ich will das nicht.

00:11:18: Das hatten wir nicht und das war für mich so schwierig zu akzeptieren Dass jemand anders für mich entscheidet.

00:11:24: Selbstbestimmung oder das Treben danach wird vom Regime unterdrückt.

00:11:29: In ihrer Familie aber wird genau das gefördert.

00:11:32: Hier leben sie ganz andere Werte.

00:11:34: Ihre Mutter ist Lehrerin, ihr Vater ist Unternehmer in der Ölwirtschaft und arbeitet mit internationalen Unternehmen zusammen.

00:11:41: Sie haben Gaza-Lemadani und ihre Schwester immer ermutigt, selbstbewusst ihren Weg zu gehen.

00:11:45: Und über die Grenzen des Iran hinauszudenken.

00:11:49: In unserer Familie, meine Eltern hatten ja niemals uns unter Druck gesetzt Wir könnten frei auswählen, wir könnten frei uns kleiden.

00:11:58: Meine Eltern waren ja immer so supportive.

00:12:01: Die haben ja immer gesagt verfolge deine Träume Geht daraus!

00:12:05: Und wir hatten da diese Unterstützung.

00:12:07: Dass wir wissen gibt mehr auf der Welt.

00:12:19: Ich habe

00:12:41: zwei Wochen lang nur geweint und mit Mama telefoniert, dass ich zurückkommen will.

00:12:47: Ich war im Quarantäne in einem Zimmer und da war so.

00:12:51: was mache ich jetzt hier überhaupt?

00:12:54: Zum Glück ist es Sommer!

00:12:55: Und zum Glück gibt es den Park Sanssouci!

00:12:58: Ich war jeder Tag da, da konnte ich spazieren gehen und dann kam mir auch dieses Studium.

00:13:04: also das war ja online.

00:13:05: aber dann kennt man Leute lernen Langsam bildet sich auch, dann denkt man ich hatte Träume.

00:13:12: Ich bin wegen meiner Träime hier.

00:13:13: Ich lasse Corona nicht meine Träumetzel storen.

00:13:16: Ich bleibe bis die Lockdown fertig ist das kann ja nicht für immer bleiben.

00:13:20: und dabei immer diese positive Gedanken.

00:13:22: Zum Mut braucht es eben oft auch die Energie durchzuhalten.

00:13:27: Gasalema Dhani hat beides und die Zuversicht dass es schon irgendwie klappen wird.

00:13:33: Ihr Masterstudium ist auf Englisch.

00:13:35: Deutsch lernt sie vor allem in ihren Nebenjobs, beim Kellnern und Cafés und Restaurants und im Selbststudium.

00:13:41: Ihr Ziel behält Sie fest im Blick!

00:13:54: Wie viel Kraft es sie kostet, als junge Frau mit Migrationsgeschichte ein Hightech-Unternehmen in der Pharma und Biotechbranche aufzubauen?

00:14:02: Das kann ich nur erahnen.

00:14:04: Zum Beispiel wenn wir über Rassismus und Sexismus sprechen.

00:14:08: Ghazali Maldani sagt, dass ihr beides bislang eher subtil erfahren habt – etwa wenn Sie nicht als Geschäftsführerin angesprochen wird sondern als Praktikanten oder wenn E-Mails nicht beantwortet anliegen Übergangen oder sie schlicht nicht beachtet wird.

00:14:23: Gleichzeitig erzählt sie mir, wie viel Unterstützung und Förderung sie erlebt in Brandenburg und in der Gründerszene.

00:14:29: Und Sie möchte jetzt einfach darauf vertrauen dass Ergebnisse Fachwissen und Ausdauer stärker wirken als jedes Vorurteil.

00:14:37: Das ist immer noch dieses Gefühl aus Migranten ob man sich ja hundert Prozent Willkommen fühlt oder nicht.

00:14:44: Ich hatte einige Momente gehabt die ich gedacht habe vielleicht nicht, aber fair zu bleiben.

00:14:50: Großteil hatte ich immer Kontakte zu netten Menschen gehabt und schwarz auf weiß da gibt überall und muss man ja nur zu dieser Gedanken kommen.

00:15:01: Ich habe nichts falsch gemacht.

00:15:02: Ich habe für ein besseres Leben ausgewandert Und ich habe auch dieses Recht

00:15:07: meine bessere Leben hierzubilden.

00:15:13: Die Situation im Iran verfolgt sie so gut es geht.

00:15:17: Sie lebt in der ständigen Angst um ihre Eltern ihre Familie ihre Freunde.

00:15:21: Immer wieder sind die Telefon- und Internetverbindungen unterbrochen.

00:15:25: Aktuell macht sie sich große Sorgen

00:15:27: wegen des

00:15:27: Krisens zwischen dem Iran, Israel und den

00:15:30: USA –

00:15:31: aber auch die Massenproteste vom Dezember zwanzigfünfundzwanzig bis Frühjahr zweitausendzechsundzwannzig beschäftigen sie sehr!

00:15:38: Sie wurden durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst.

00:15:41: Die Bevölkerung

00:15:41: hatte eine enorme Wut auf die Regierung.

00:15:44: Das Regime reagierte noch brutaler als zweitausendundzwanzig bei den Frau-Leben-Freihalt-Protesten.

00:15:51: Trotzdem ging die Menschen weiter auf die Straße und forderten lauter als je zuvor Freiheit und das Ende der Muller Herrschaft.

00:15:58: Also ich verfolge ganz viel auch in den letzten Zeiten, die wir die schwierigste Zeiten hatten.

00:16:05: Ich muss ehrlich sagen Wir hatten immer so viele Proteste im Iran gehabt So viele, die umgebracht wurden von des Regimes im Iran Aber die im Januar war am schlimmsten.

00:16:20: Da kann man nicht glauben.

00:16:21: und wenn wir erzählen, manche denken übertreiben ihr auch.

00:16:24: Aber das ist nicht so!

00:16:26: Dass die im zwei Tagen fünfzigtausend Menschen umgebracht haben,

00:16:31: dass

00:16:32: wir so hilflos sind – das tut mir am meisten weh -, dass ich nichts dafür oder dagegen tun kann.

00:16:39: Nichts

00:16:39: tun zu können?

00:16:40: Das ist für Gasalema Dhani schwer zu ertragen.

00:16:43: Vielleicht arbeitet sie auch deshalb so hart daran, die Dinge zu ändern wie sie ändern kann….

00:16:48: Das ist mein großes Traum, dass kein Chip groß wird.

00:16:52: Dass kein Chip erfolgreich wird und dass wir durch kein Chip mehrere Patienten helfen können.

00:16:58: Dass die gezielte Therapie kriegen, dass die Medikamente von Biotek und Pharma schneller und günstiger ins Markt kommt.

00:17:04: Dass der Gesundheitssystem keine Luxus bleibt – das ist die Wünsche, die ich für keinen Chip auf jeden Fall

00:17:11: habe.".

00:17:11: Am Ende unseres Treffens wird es brumm auf ihrem Handy unüberhörbar.

00:17:15: Gleich muss sie in einen Call mit der Uni Wien.

00:17:18: Für die Arbeit im Labor bleibt ihr letzter Zeit kaum mehr Zeit, sie eilt von einem Business-Meeting zum nächsten.

00:17:24: Demnächst stehen auch einige Reisen an – ihre Einbürgerung ist zum Glück endlich durch!

00:17:28: Es

00:17:28: ist schön.

00:17:29: also ich bin jetzt seit sechs Jahren hier und ich bin ja auch integriert.

00:17:33: das fühlt sich ja auch wem zu Hause langsam.

00:17:36: Spaziergänge durch den Park von Sanssouci sind noch immer ihre Kraftquelle.

00:17:41: Sie würde gerne in Potsdam bleiben und sie hofft, dass es auch für Canship ein guter Ort ist um zu wachsen.

00:17:47: Die einzige Punkt die ich immer gesagt habe und auch hier betonen will ist das wir als einem Land mit Wissenschaft müssten wir bereit sein für Risiko Und das ist was uns voran bringt.

00:18:01: Wir müssen diese Angst loswerden, was wenn das nicht funktioniert?

00:18:05: Dann funktioniert das nicht.

00:18:06: Das ist mein Wunsch und das ist, was ich immer sage wir müssen Risikopreitschaft haben dass wir innovativ bleiben.

00:18:13: Gaserlema Dani wünscht sich ein bisschen mehr Mut groß zu träumen.

00:18:22: Vielfalt in Brandenburg!

00:18:24: Ein Podcast der Heinrich-Böllstiftung Brandenburger.

00:18:28: Das war eine neue Folge unserer Podcast Reihe Vielfalt in Brandenburg über die Startup-Gründerin Ghazalema Dhani.

00:18:36: Weitere Folgen, über inspirierende und beeindruckende Brandenburgerinnen und Brandenberger findet ihr auf der Webseite www.böll-brandenburg.de Und natürlich überall dort wo es Podcasts gibt!

00:18:50: Ihr könnt uns auch schreiben infoatböll minus brandenburg .de.

00:18:55: und natürlich freuen wir uns über Sterne, Sterne , Sterne ... Vielen Dank fürs Zuhören.

00:19:01: Tschüss!

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